Schloss Námĕšť nad Oslavou – Namiest an der Oslawa

Náměšt

Schloss Namiest an der Oslawa – Náměšť nad Oslavou

Auf einem Felsenmassiv über dem Tal des Flusses Oslava ließen die Herren von Zierotin auf der Stelle einer gotischen Burg ein Renaissanceschloss erbauen 49°35’55.587″N, 17°3’45.656″E.
Von der Burg blieben in die heutigen Tage praktisch nur ein Walzenturm und Reste der Mauer erhalten.

Das nach dem italienischen Vorbild gebaute Schloss gehört zu den bedeutendsten Bauwerken im Renaissancestil in Mähren.
Bis heute blieb die Gestalt des Schlosses praktisch unverändert.

Im 18. Jahrhundert erwarb die Herrschaft Námĕšť böhmischer Kanzler Friedrich Wilhelm Graf von Haugwitz. Unter ihm kam zu einem ökonomischen und kulturellen Aufschwung der Herrschaft Námĕšť.

Die Schlossbibliothek

Die Schlossbibliothek

Am Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Schloss in ganz Europa aufgrund der dort gespielten Musik bekannt. Dreimal pro Woche fanden im Schloss Konzerte statt, Heinrich Wilhelm (1770–1842) spielte mit seinem Orchester und Chor Opern von Mozart, Salieri und Händel.

Die Familie der Grafen von Haugwitz besaß die Herrschaft bis dem Jahre 1945. Aufgrund der Beneš-Dekrete wurde das Schloss enteignet und die Besitzer wurden ausgewiesen

Nach dem Jahre 1945 interessierte sich Staatspräsident Edvard Beneš für das Schloss und machte das Schloss zu seiner Sommerresidenz. Aus jener Zeit stammt die Einrichtung des Arbeitszimmers von dem Präsidenten Beneš.

Schlosskapelle

Die Schlosskapelle

Im Jahre 1949 wurde ein Teil des Schlosses für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Seit 1956 beherbergt das Schloss Námĕšť eine wertvolle Tapisserien-Sammlung – riesige historische Exponate aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Nach der Wende wurde das Schloss Námĕšť von den Grafen von Haugwitz restituiert.

Schloss Náměšť nad Oslavou

Innenräume des Schlosses

Bei der Besichtigung des Schlosses sollte man sich auch die Besichtigung von der Schlosskapelle und der Schlossbibliothek nicht entgehen lassen. Sehenswert sind auch ein englischer und ein französischer Garten mit einzigartigen Holzarten.

Seit 2001 ist das Schlossareal im Verzeichnis der Nationalen Kulturdenkmäler geführt.

Kontakt:
Telefon: +420 568 620 319
E-Mail: namest@npu.cz
Web: www.zamek-namest.cz




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