Burg und Schloss Petschau – Bečov nad Teplou

Burg und Schloss in Petschau

Burg und Schloss in Petschau Foto fototéka NPÚ

Die mittelalterliche Burg und das Schloss Petschau (Bečov nad Teplou) 50°5’8.139″N, 12°50’23.469″E liegen ca. 25 km von dem weltbekannten Kurort Karlsbad (Karlovy Vary) entfernt.

Die mittelalterliche Burg steht auf einem majestätischen Felsen im Tal des Flusses Teplá (Tepl) und zählt zu den besterhaltenen Burgen in der Tschechischen Republik. Gegründet wurde sie zu Beginn des 14. Jahrhunderts und sollte die bedeutende Kreuzung der Handelswege schützen.

Im Jahre 1624 erwarb die Herrschaft die Familie von Questenberg.
Im Jahre 1648 wurde die Burg von dem General Königsmark erobert.
In der unmittelbaren Nähe wurde ein prunkvolles Barockschloss erbaut. (Mit dem Bau wurde im Jahre 1701 angefangen, die zweite Etappe folgte dann zwischen den Jahren 1710 – 1713).

Schlossbibliothek

Die Schlossbibliothek Foto fototéka NPÚ

Zu dem Areal gehört noch ein Terrassengarten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Der Komplex der Burg- und Schlossanlage ist seit dem Jahre 1995 ein Nationalkulturdenkmal.

Die Burg Bečov ist aber vor allem durch den St.-Maurus-Schrein (auch Reliquiar des hl. Maurus genannt) bekannt.

Der aus dem Rheingebiet stammende vergoldete Schrein vom Beginn des 13. Jahrhunderts ist verziert mit Edelsteinen uns seine Bedeutung ist mit den Prager Kronjuwelen vergleichbar.
Dienen sollte er zur Aufbewahrung der sterblichen Überreste des hl. Maurus, später wurden in den Schrein noch Überreste von Johann dem Täufer, von dem heiligen Timoteus und von Apollinaris gelegt.

Der St.-Maurus-Schrein

Der St.-Maurus-Schrein Foto fototéka NPÚ

Im Jahre 1985 wurde dieser Schatz von der tschechoslowakischen Kriminalpolizei unter dem Fussboden der Burgkapelle entdeckt. Es handelte sich um einen von den größten Funden des 20. Jahrhunderts in der Tschechoslowakischen Republik. Versteckt wurde der Schrein nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Beauforts wegen ihrer Zusammenarbeit mit den Nazis die Republik verlassen mussten.

Die Rekonstruktionsarbeiten dauerten lange 11 Jahre, seit dem Jahre 2002 ist das Reliquiar der Öffentlichkeit zugänglich.

Den Maurusschrein kann man sich bei der ersten der Besichtigungstouren anschauen.
Besichtigung der Exposition mit dem Schrein dauert ca. 45 Minuten.

Die zweite Besichtigungstour dauert auch ca. 45 Minuten, besichtigt werden dabei die Innenräume des Schlosses – z.B. die Kapelle des Heiligen Petrus, die Schlossbibliothek, viele Salons und Sammlungen von kostbaren Kunstwerken.

Die Begleiter sprechen mehrere Sprachen, unter anderen auch deutsch.

Kontakt:
Telefon: +420 353 999 394
E-Mail: info@zamek-becov.cz
Web. twww.zamek-becov.cz




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