Brünn – Brno

Brünn - Blick von Spielberg

Brünn – Blick von Spielberg

Brünn – Brno 49°11’42.690″N, 16°35’58.880″E ein kulturelles und administratives Zentrum von Mähren und zugleich eine Stadt mit einer tausendjährigen Geschichte.

Beim Besuch von Brünn sollte man sich die Besichtigung von den 2 Brünner Dominanten nicht entgehen lassen.
Direkt über dem Stadtkern erhebt sich ein Hügel, auf dem sich ein „Kerker der Völker“ – die Burg und Gefängnis Spielberg (tschechisch Špilberk) steht. Schon im 17. Jahrhundert diente die Burg teilweise als Gefängnis, unter dem Kaiser Josef II. wurde es zu einem Gefängnis für gefährlichste Schwerverbrecher umgewandelt.

Burg Spielberg

Burg Spielberg

Auf dem Hügel Petrov befindet sich dann das andere Merkmal von Brün – die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale, die Domkirche des Bistums Brünn. Die zwei 84 Meter hohen Türme wurden erst in den Jahren 1901-1909 erbaut.

Zu dem Besuch von Brünn gehört unbedingt auch die Besichtigung von dem Alten Rathaus. Hier findet man das sagenumwobene Symbol von Brünn – den Brünner Drachen. An dem Eingang kann man ein Gefühl haben, dass das mittlere Türmchen auf den Besucher runterfällt. Es geht aber nur um eine optische Täuschung. Im Rathaus gibt´s eine Galerie, man kann auch auf den 63 Meter hohen Turm aufsteigen.

Die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale

Die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale

Auch die Liebhaber der funktionalistischen Architektur kommen sich in Brünn auf ihre Kosten. Bei der Besichtigung der in den Jahren 1928-1930 gebauten Perle der modernen Architektur, der funktionalistischen Villa Tugendhat in dem Brünner Stadtviertel Černá Pole wird man von dem architektonischen Meisterwerk des deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe beeindruckt.

Seit 2011 kann man auch die Villa Jurkovič besichtigen. Die wurde von dem slowakischen Architekten und Möbeldesigner in Brünn – Žabovřesky gebaut.

Kontakt:
49°12’23.641″N, 16°34’33.787″E
Telefon: +420 532 169 501
E-Mail:jurkovic@moravska-galerie.cz
Web: www.moravska-galerie.cz/jurkovicova-vila

In Brünn siedelte schon seit dem 13. Jahrhundert eine jüdische Gemeinschaft. Bis heute haben sich ein jüdischer Friedhof mit fast 9 000 Grabsteinen und in der Straße Skořepka die einzige erhaltene Synagoge in Brünn aus den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts eingehalten.

Villa Tugendhat

Villa Tugendhat

Kontakt:
Telefon:+420544526737
E-Mail: tic@jewishbrno.eu
Web: www.jewishbrno.eu

Sehr interessant ist auch die Besichtigung des Brünner Kapuzinerklosters. In den Kellerräumen der Kirche Nalezení sv. Kříže, die zu dem Kloster gehört, kann man eine Kapuzinergruft aus dem 18. Jahrhundert besichtigen.

Kontakt:
49°11’28.173″N, 16°36’34.074″E
Telefon: +420 511 145 796
E-Mail: brno@kapucini.cz
Web: www.kapucini.cz/

Altes Rathaus

Altes Rathaus

Unter dem Zelný trh – Kreutmarkt wurde neulich ein unterirdischerGangsystem für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Acht Meter unter der Erde kann man einen historischen Weinkeller, ein Gefängnis und ein alchemistisches Labor besichtigen.
Internetwww.podzemi.brno.cz

Museen
In Brünn befindet sich das zweitgrößte nationale Museum Tschechiens, das Mährische Landesmuseum mit dem Hauptgebäude in dem Palais Dietrichstein.
Sehenswert ist auch die Mährische Galerie und das Mendelmuseum.

Nicht nur Kinder werden von dem Museum der historischen Züge in Zbýšov begeistert.

Kontakt:
Telefon+420 606 832 394
E-Mail:mpz@mpz.cz
Web: www.mpz.cz

Messegelände

Messegelände

Älteste Besiedlung von Europa, besonders von Mähren dokumentiert der Pavilon Anthropos. In einer der modernsten Expositionen dieser Art in Europa kann man außer anderem auch eine 3,5 Meter hohe Makette eines Mammuts bewundern.

Kontakt:
49°11’31.280″N, 16°34’1.399″E
Telefon: +420 543 248 391
E-Mail:mzm@mzm.cz
Web: www.anthropos.cz

Musik und Theater
Fans von Jazz treffen sich alljährlich bei dem JazzFest Brünn. Da hört man an mehreren Orten in ganz Brünn nicht nur Jazztöne klingen, sondern auch Musik der Nachbargenres.

Liebhaber der klassischen Musik kommen einmal pro zwei Jahre Ende November. Da findet das Internationale Musikfestival Janáčeks Brünn mit vielen Konzerten, Ausstellungen und Workshops statt.
www.janacek-brno.cz

Aber auch Fans vom Theater kommen nicht zu kurz. Seit 2010 findet in Brünn Das internationale Festival Theaterwelt Brünn. Bei diesem Kulturfest sind nicht nur Theaters, sondern auch die Straßen und Marktplätze voll vom Theater.
www.divadelnisvet.cz/en

Brünner Zoo

Brünner Zoo

Brünner Radrennbahn
Seit 1974 verfügt die Stadt Brünn über eine Radrennbahn, wo im Jahre 1981 die Bahn-Radweltmeisterschaft stattfand.

Eine lange Tradition haben die Brünner Messen. In dem Areal im Stadtteil Pisárky finden seit dem Jahre 1928 jedes Jahr viele Messen, Kongresse, Sport- und Kulturveranstaltungen statt.

Sternwarte Brünn
In der Brünner Innenstadt befindet sich ein Planetarium mit einer elektronischen Sternwarte. Von dort aus kann man Brünn mit seiner Umgebung beobachten. Die astronomische Beobachtungsstation ermöglicht dann die Sterne und andere Objekte zu beobachten.

Kontakt:
49°12’14.976″N, 16°35’1.956″E
Telefon: +420 541 321 287
E-Mail:e-mail@hvezdarna.cz
Web:www.hvezdarna.cz

Auch die Umgebung von Brünn bietet viel Interessantes.
An der nordwestlichen Grenze von Brünn erstreckt sich die Brünner Stausee – Brenĕnská přehrada mit der Burg Veveří.

Unweit von der Stausee befindet sich in dem Stadtteil Bystrc der Brünner zoologischer Garten.

Und noch ein AusflugstippFriedensmahnmal bei Austerlitz, wo im Jahre 1805 die Dreikaiserschlacht stattfand.




Unterkunft in der Nähe:

Sehenswertes in der Umgebung:
Brünner Villa Tugendhat
Kapuzinerkloster und Gruft in Brünn
Brünn / die St. Peter und Paul Kathedrale
Der ZOO Brünn
Burg Spilberk in Brünn

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Comments

  • Reutlinger Nachrichten/Brno
    Gedenkstätte rundum verschönert

    In Verbindung mit dem Grand Prix CZ Brno 2016 fand eine Ehrung für den vor 60 Jahren verstorbenen Reutlinger Rennfahrer Hans Baltisberger statt.
    SWP | 27.08.2016 14 0
    An der Gedenkstätte für den vor 60 Jahren verstorbenen Rennfahrer Hans Baltisberger liest Karl-Ernst Müller (links) aus „M(N)ordwand und Todeskurve“.

    Foto: Privat

    Zum Bild

    An der Gedenkstätte für den vor 60 Jahren verstorbenen Rennfahrer Hans Baltisberger liest Karl-Ernst Müller (links) aus „M(N)ordwand und Todeskurve“.

    Gestern vor genau 60 Jahren ist der zweifache Deutsche Meister Hans Baltisberger bei einem seiner letzten Motorradrennen, dem Grand Prix der CSR nahe der tschechischen Messestadt Brno, tödlich verunglückt.

    Vor diesem Hintergrund gab es eine Gedenkveranstaltung und Ehrung bei der Moto-GP-Weltmeisterschaft 2016 des „Brno 1972 Racing Fanclub EBSMS“ und der Stadt und Rennleitung Automotodrom Brno, wie es in einem Bericht von Karl-Ernst Müller heißt.

    Im Vorfeld gab es Telefonate mit Toni Mang, Hans Schwester Mechthild und dem Sieger des Rennens von damals, Horst Kassner. Die Stadt Brünn hatte sich vergeblich um die Teilnahme aktueller deutscher Renn-Piloten bemüht.

    Zuvor pflegten Mitglieder des in Zwickau durch Schriftführer Diplom-Ingenieur Karl-Ernst Müller vertretenen Clubs die von Adolf Söhnlein aus Eichstätt-Landerhofen 1978 errichtete Stätte. Bodendecker zieren nun eine Fläche vor dem Gedenkstein, der Vorplatz musste geräumt werden Michael Müller tat das, wie mehrfach schon), um den Platz von der Straße aus sicht- und begehbar zu machen. Alte Kerzenträger und Verblühtes werden entfernt, eine Halterung für Kränze angebracht. Der Wald wird gesäubert und ein erster Feldblumenstrauß durch Ilona Richter Zeithain aufgestellt.

    Schon im Vorfeld der Ehrung halten Fahrzeuge an der Leitplanke, die die ehemalige Rennstrecke vom Wald trennt, informieren sich und führen Gespräche – Tschechen, Österreicher, Deutsche. An der Leitplanke hat man kleine Fahnen von Tschechien und Deutschland angebracht, sie ehren den Verunglückten und weisen Vorbeifahrende auf das besondere Ereignis hin. Bereits am Vortag hatte die Stadt Brno eine neue Gedenkplatte aus Kunststein angebracht und damit die Kunststofftafel ersetzt, die Adolf Söhnlein (+, mit 70 Jahren auf seinem Motorrad selbst dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen) und dem Mitglied der Rennleitung, Josef Jirsensky (+), zu verdanken ist. Die alte Platte, um die bei bei der Stadt gebeten wurde, soll nun die Familie – eventuell für Baltisbergers Grab in Reutlingen-Betzingen – erhalten.

    Die Gedenkstunde wurde eröffnet mit dem Lied „Der Champion“ von Udo Jürgens, dessen Freund Jürgen Rindt, als der in der Formel 1 starb, gewidmet. „Du hörst nur noch den Motor schrei’n, du fühlst nur mit dem Gaspedal…“ heißt es da unter lautem Motorengeräusch. Erst Clubmitglied Bernd Richter und später zwei tschechische Polizisten sorgen für Ordnung auf der Straße, auf der immer noch flott gefahren wird. Jiri Smetana, der Mann vom Automotodrom und Jörg Schreiber, der Sohn des einstigen Gründungsmitgliedes Martin, legen einen Kranz und Blumen nieder. Karl-Ernst Müller las zum Gedenken eine Passage aus der Sportgeschichte „M(N)ordwand und Todeskurve“ von Dr. Kurt Oesterle aus Tübingen. Das „Grüne Büchle“ wurde 2008 überarbeitet und neu aufgelegt beim Tübinger Verlag Klöpfer & Meyer. Acht Journalisten und ein Fernsehteam um Martina Tlachova von Czech Television 1 Jizni Morava berichteten bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel. Der Fernsehkanal drehte dann auch noch Bilder vom Camp Jaroslaw-Jiri Jelinek in der nahen Kohoutovicka 93 in Zebetin, um darzustellen, wie Michael Müller in einem fast 50-jährigen Wohnwagen der Firma Würdig, dem sogenannten „Dübener Ei“ seit 30 Jahren seinen Bruder unterbringt.

    Und dann weinte der Himmel nach drei Tagen beim Grand Prix der Tschechischen Republik, inzwischen längst auf einem neuen Kurs durchgeführt, erstmals seit 1971 wieder teilweise sehr stark und ganztägig. Dem Deutschen Jonas Folger brachte das in der Klasse Moto2 den Sieg und dem Italiener Valentino Rossi, der vor 20 Jahren seinen ersten Grand-Prix-Sieg in der mährischen Metropole feierte, den zweiten Platz in der MotoGP. Auf Platz 13 hatte er teilweise gelegen.

    Am Montag, als die Besuchsdelegation abreiste, schmückten weitere Blumengebinde mit Rosen, Gerbera und Gladiolen den Todesort von Baltisberger. Eine Grablichtflamme leuchtete. Unweit in der sogenannten „Farina-Kurve“ ist eine durchaus umfangreichere Kultstätte entstanden.

    Aber während der vergangenen Jahre hat sich ein Fehler bei Hans Geburtsdatum eingeschlichen. Es ist der 10. September, wie die Familie mitgeteilt hatte. Die Gedenkstätte von Hans Baltisberger aber, schon seit Jahren offizielles Denkmal der Stadt Brünn, dürfte nach dem vergangenen Wochenende nun endgültig den Status erreicht haben, den der Guthrie-Stein nahe der evangelischen Begegnungs- und Pflegestätte Hüttengrund am Sachsenring seit Jahrzehnten schon besitzt. Noch nie seit 1972 ehrten so viele Menschen den Mann aus Betzingen an dem Ort im Naherholungsgebiet südlich von Brünn.

    Dipl.-Ing. (FH Elt)
    Karl-Ernst Müller
    Stadtrat
    Träger des BVK
    Wilhelmschachtweg 18
    D – 08056 Zwickau

    Tel.: +49.[0]375.296732
    Handy 0162 47 24 451
    mueller.ke@gmx.de
    facebook „PartnerschaftUkraine“

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